Wim-Wenders-Film in der Kinoreihe
Perfect Days
Adobe Stock12.12.2024 stk Artikel: Download PDF Drucken Teilen Feedback
Der deutsch-japanische Spielfilm aus dem Jahr 2023 erzählt die Geschichte eines Toilettenreinigers, der für die Sauberkeit von künstlerisch gestalteten Toilettenhäuschen in einem wohlhabenden Stadtteil Tokios verantwortlich ist. In dem kunstvollen und bewegenden Drama folgt Hirayama in anscheinend völliger Zufriedenheit seinem täglich gleich strukturierten Tagesablauf. In seiner Freizeit widmet er sich seiner Leidenschaft für Musik und Literatur sowie dem Fotografieren. Durch unerwartete Begegnungen und Ereignisse wird er aus seiner Routine gerissen und ganz allmählich kommt mehr über ihn, seine Persönlichkeit und seine Geschichte ans Licht.
Oscar-nominiert und ausgezeichnet in Cannes
Für seine Hommage an die Achtsamkeit und die Einfachheit des Lebens bekam Regisseur Wim Wenders 2023 seine zehnte Einladung in den Wettbewerb um die Goldene Palme, den Hauptpreis des Filmfestivals von Cannes. Hauptdarsteller Kōji Yakusho erhielt den Preis als bester Schauspieler, während Wenders den Preis der Ökumenischen Jury zugesprochen bekam. Im Jahr darauf wurde „Perfect Days“ als japanischer Kandidat und als erster Film eines nicht-japanischen Regisseurs für den Oscar 2024 in der Kategorie Bester internationaler Film nominiert.
Filme spiegeln weit gefassten Rechtsbegriff
Bis zum März 2025 darf sich das Publikum auf einen bunten Mix unterschiedlicher Filme freuen. „Nicht alle davon kommen kämpferisch daher“, erläutert Sandra Scholz. In der Auswahl der Werke spiegele sich der weit gefasste Rechtsbegriff der Menschenrechtscharta selbst, so die Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau, die die Werke gemeinsam mit Regina Yilmaz-Grein und Ana Perkovic vom Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich sowie Dr. Angela Beike und Susanne Hormel von der Volkshochschule Dreieich ausgesucht hat.
Für Menschenrechte überall eintreten
„Unsere Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Immer wieder müssen diese weltweit verteidigt werden“, erklärt Ana Perkovic vom Dreieicher Frauen- und Gleichstellungsbüro. „Sie gelten nicht nur für bestimmte Menschen oder Gruppen, sondern für jeden Einzelnen und jede Einzelne. Wir möchten Geschichten und Filme präsentieren, die sich mit diesem Ringen um fundamentale Freiheiten des Menschen in seinen verschiedenen Facetten auseinandersetzen.“
Einen jeden Aspekt schützen
„Die Filme machen deutlich, wie unterschiedlich die Rechte einer Person sind und wie wichtig es ist, einen jeden Aspekt von diesen zu schützen, um in einer Gemeinschaft in Frieden und Vielfalt miteinander leben zu können“, erläutert Sandra Scholz. „Ob es nun das Recht ist, den eigenen Aufenthaltsort zu wählen, die eigene Religion auszuüben, die Unschuldsvermutung aufrecht zu erhalten oder das Recht darauf, dass die eigene Ehre, der eigene Ruf nicht willkürlich beeinträchtigt werden.“
Tickets online oder an der Abendkasse
Der Eintritt beträgt zehn Euro auf allen Plätzen. Tickets gibt es online unter www.viktoriakino.de oder direkt vor Ort an der Abendkasse. Einlass ist ab 19:30 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr, stets mit einer kurzen Einführung. Jeweils zweimal zwei Karten pro Vorstellung werden im Vorfeld von der Offenbach-Post verlost.
Die Filmreihe
Die Filmreihe ist eine Kooperation des Frauen- und Gleichstellungsbüros der Stadt Dreieich mit dem Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau und der vhs Dreieich. Interessierte finden jeweils aktuelle Informationen auf den Webseiten der Kooperationspartner oder in den Medien.
Weitere Informationen:
Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich
Regina Yilmaz-Grein
Telefon: 06103 / 601-961
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