Seminar im Februar:
Vorbereiten auf den Weltgebetstag
Weltgebetstag 2026 / Bild: Gift Amarachi Ottah
„Rest for the Weary“ (Erholung für die Müden) – gestaltet von der jungen nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah. Das Bild greift das Motto des Weltgebetstags 2026 „Kommt! Bringt eure Last.“ (Mt 11,28–30) auf: Im Vordergrund stehen drei Frauen in traditioneller Kleidung als Zeichen der kulturellen Vielfalt Nigerias, im Hintergrund Frauen aus ländlichen Regionen auf dem oft gefährlichen Weg zu ihren Farmen. Das Motiv verweist auf die Lasten des Alltags und die Einladung, in Gott Ruhe und Erholung zu finden.
05.01.2026
kf
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Beim Weltgebetstag 2026 richtet sich der Blick auf Nigeria, eines der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas. Mit mehr als 230 Millionen Einwohner*innen, über 250 – nach manchen Einschätzungen sogar mehr als 400 – ethnischen Gruppen und rund 500 indigenen Sprachen ist Nigeria geprägt von einer außergewöhnlichen kulturellen, sprachlichen und religiösen Vielfalt. Christentum und Islam prägen das gesellschaftliche Leben, daneben bestehen weiterhin traditionelle afrikanische Religionen. Die koloniale Vergangenheit zeigt sich bis heute unter anderem in der Amtssprache Englisch sowie im weit verbreiteten Pidgin, das die Verständigung über Sprachgrenzen hinweg ermöglicht.
Vielen Menschen ist Nigeria aus der jüngeren Geschichte bekannt – durch die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft im Jahr 1960, durch den Biafra-Krieg Ende der 1960er-Jahre sowie durch aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen. Dazu zählen die Gewalt der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram, anhaltende soziale Spannungen und die Debatte um die Rückgabe der sogenannten Benin-Bronzen. Gleichzeitig ist Nigeria ein kulturell äußerst lebendiges Land mit einer vielfältigen Kunst-, Musik-, Literatur-, Theater- und Filmszene sowie einer reichen Tradition, die auch in den farbenfrohen Gewändern und Mustern der unterschiedlichen Volksgruppen sichtbar wird.
Die Liturgie für den Weltgebetstag 2026 wurde von Frauen aus Nigeria erarbeitet. Sie haben die Bibelstelle aus dem Matthäusevangelium „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid“ (Mt 11, 28–30) ausgewählt und erzählen in persönlichen Lebensbildern von den Lasten ihres Alltags. Diese Erfahrungen verbinden sie mit der Einladung Jesu, Belastendes abzugeben und neue Kraft zu finden. Auch das Titelbild zum Weltgebetstag greift dieses Motiv auf: Das Werk „Ruhe für die Erschöpften“ der nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah setzt die biblische Zusage bildlich um.
Im Seminar erhalten die Teilnehmenden vertiefende Einblicke in das Leben der Menschen in Nigeria, in die theologischen und gesellschaftlichen Hintergründe der Liturgie sowie in die Erfahrungen der Frauen, die sie gestaltet haben. Darüber hinaus bietet das Treffen Raum für Austausch und Anregungen zur kreativen Ausgestaltung einzelner Elemente des Weltgebetstags-Gottesdienstes, etwa in Musik, Gebet, Text und Symbolik.
Die Leitung des Seminars übernehmen Kerstin Schatz, Sandra Scholz, Dorothee Stoiber und Ingeborg Verwiebe. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bis 31. Januar möglich. Anmeldungen nimmt Pfarrerin Ingeborg Verwiebe per E-Mail an ingeborg.verwiebe@ekhn.de oder telefonisch unter (069) 67737560 entgegen.
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