Dekanat Rodgau

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Rodgau zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

    AngeboteÜbersicht
    Menümobile menu

    Finale der Filmreihe „Transformation“

    Geschichtsschreibung aus Sicht einer weiblichen Person of Color

    AdobeStock_©nini #1145537799

    Die aktuelle Filmreihe „Transformation“ im Sprendlinger Viktoria-Kino (Offenbacher Straße 9a) endet am Mittwoch, 11. März. Zum Abschluss ist um 20 Uhr das packende Epos „The Woman King“ zu sehen.

    Der fiktive Historienfilm von Regisseurin Gina Prince-Bythewood basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte der Agojie-Kriegerinnen im ehemaligen Königreich Dahomey – und zwar aus ihrer eigenen Perspektive. Das westafrikanische Land an der Bucht von Benin bestand zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert und verfügte über rein weibliche Regimenter in der Armee.

    Perfekt ausgebildet im Umgang mit Gewehren, Hieb- und Stichwaffen, blieben die Agojie-Kriegerinnen ledig und kinderlos und widmeten sich ganz der Verteidigung ihres Landes. Die Handlung setzt im Jahr 1823 ein, als eine solche Elitetruppe unter Führung von Generalin Nanisca gegen das benachbarte Oyo-Imperium ebenso erbittert zu Felde zieht wie gegen Sklavenhändler aus Europa und Südamerika.

    Koloniale Erzählweisen hinterfragen

    „Mit ihrer Arbeit wollte die Amerikanerin Gina Prince-Bythewood, selbst Person of Color, starke, komplexe Frauengestalten im Kino sichtbar machen, weg von stereotypen Rollen“, erläutert Sandra Scholz. Die Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau hat gemeinsam mit Regina Yilmaz-Grein und Ana Perkovic vom Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich sowie Dr. Angela Beike und Susanne Hormel von der Volkshochschule Kreis Offenbach die verschiedenen Beiträge der Reihe ausgewählt.

    Der Film zeige eine entwickelte afrikanische Gesellschaft, ergänzt Regina Yilmaz-Grein. „Der Regisseurin ging es darum, koloniale Erzählweisen zu hinterfragen, indem sie eine Geschichte erzählt, die oft marginalisiert wurde“, erklärt Ana Perkovic.

    Afrikanischer Blickwinkel

    „Figuren wie die der Agojie-Kriegerinnen wurden in historischen Narrativen oft unsichtbar gemacht, weil unsere Geschichtsschreibung afrikanische Gesellschaften häufig falsch darstellte“, betont Dr. Angela Beike. „The Woman King“ nehme eine realistischere Perspektive ein.

    In einigen Kritiken werde das Werk als „kulturelles Gegengift zu jahrhundertelang kolonial geprägten Darstellungen“ bezeichnet, so der Hinweis von Susanne Hormel. Gleichzeitig gebe es Debatten darüber, „wie der Film historische Realität reflektiert oder ob er auch Fakten verzerrt – etwa zur Rolle Dahomeys im Sklavenhandel.“

    Mehrfach preisgekrönte Produktion

    Die amerikanische Produktion aus dem Jahr 2022 spielte weltweit 92,3 Millionen US-Dollar ein und wurde mehrfach preisgekrönt. Das American Film Institute nahm ihn in die Top Ten des Jahres 2022 auf, die British Academy Film Awards nominierten Viola Davis als beste Hauptdarstellerin und Lashana Lynch als beste Nebendarstellerin. Bei den Black Reel Awards gewann der Film unter anderem die Auszeichnung als bester Film. Keep Rising, ein Song aus dem Soundtrack, erhielt eine Grammy-Nominierung.

    Tickets online oder an der Abendkasse

    Der Eintritt beträgt zehn Euro auf allen Plätzen. Tickets gibt es online unter www.viktoriakino.de oder direkt vor Ort an der Abendkasse. Einlass ist ab 19:30 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr, stets mit einer kurzen Einführung. Jeweils zweimal zwei Karten pro Vorstellung werden im Vorfeld von der Offenbach-Post verlost.

    Die Filmreihe

    Die Filmreihe ist eine Kooperation des Frauen- und Gleichstellungsbüros der Stadt Dreieich mit dem Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau und der vhs Dreieich. Interessierte finden jeweils aktuelle Informationen auf den Webseiten der Kooperationspartner oder in den Medien.

    Weitere Informationen:
    Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich
    Regina Yilmaz-Grein, Ana Perkovic
    Telefon: 06103 / 601-961

    Diese Seite:Download PDFDrucken

    to top